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Bilder zum Deprivationssyndrom



© Fotografien, aus: M. Maierhofer/ W.Keller: Frustration im frühen Kindesalter. Ergebnisse von Entwicklungsstudien in Säuglings- und Kleinkinderheimen, Bern 1966 bue_008a Die Lebenswelt von Säuglingen im Säuglingsheim. Individuelle Zuwendung unmöglich, gänzlich reizlose "Umwelt", entsprechender Geräuschpegel, das alles 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr. Der Bewegungsdrang wurde (wird?) durch entsprechendes "Spielgerät" ebenfalls erheblich eingeschränkt.
bue_008b Die Folgen des Aufenthaltes im Säuglingsheim ist den Kindern ins Gesicht geschrieben, deren Welt bis dahin zumeist aus den zumeist auch noch engen Räumlichkeiten des Kinderheimes bestand. Zu betonen ist an dieser Stelle, dass es sich hierbei um physisch und ursprünglich auch psychisch gesunde Kinder handelt. Der aufmerksame Betrachter wird nicht entgehen, dass die leeren Blicke dieser Kinder den Blicken vereinsamter Menschen in den Alten- und Pflegeheimen heutiger Tage sehr ähnlich sind... bue_008c Es war üblich in den Säuglingsheimen die Kinder auf der sog. "Topfbank", auf der sie meist längere Zeit verbringen mussten, festzubinden. Auch Kindern mit Jakationen capitis wurden in ihrem Bettchen festgebunden. Neben der Einschränkung der motorischen Entwicklung ist ein solcher Anblick für den sensitiven Betrachter unerträglich.

Topfbank1954 (Privataufnahme, Kinderheim in Hessen, 1954)
©: C-B Privat
Anmerkung von Heidrun: Es sollte genau in die Gesichter der Kinder sehen werden!!
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